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Notgroschen: Wie hoch sollte er sein?

Notgroschen – das klingt nach Omas Schuhschachtel im Kleiderschrank. Völlig aus der Mode gekommen, braucht kein Mensch mehr. Wir bekommen doch rund um die Uhr Geld aus dem Automaten. Einkaufen tun wir online und so bezahlen wir auch. Auf der Kreditkarte ist immer Geld drauf und wenn nicht, können wir das Konto überziehen. 

Die aktuellen Geschehnisse zeigen uns leider, wie anfällig unser ach so perfektes System ist: Unwetter reißen ganze Dörfer mit sich, eine Pandemie raubt uns von heute auf morgen unsere finanzielle Existenz und ein Krieg in der Nachbarschaft zeigt uns auf grausame Weise, wie schnell das angenehme Leben vorbei sein kann. 

Wohl dem, der dann auf seine Oma gehört und sich beizeiten einen Notgroschen zurückgelegt hat.

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Was ist der Notgroschen?

Der Notgroschen ist eine finanzielle Reserve für Notfälle. Kurzarbeit, der Verlust des Jobs, eine lange Krankheit oder unvorhergesehene, teure Reparaturen können uns plötzlich in eine finanzielle Schieflage bringen. Der Notgroschen kann uns dabei aus der Patsche helfen.

Wie hoch sollte dein Notgroschen sein?

Die Höhe des Notgroschens hängt stark von den Lebensumständen ab wie z. B.:

  • monatliche Zahlungen für Miete oder Hypothek
  • Anzahl der zu versorgenden Personen im Haushalt
  • Anspruch auf staatliche Hilfe
  • Jobsituation – langjährig in Festanstellung oder Selbstständig?

Wer hohe Ausgaben hat, braucht mehr Geld für die Kostendeckung, als jemand, der sehr genügsam ist und wenig zum Leben braucht. Als Richtwert gilt: mindestens drei, besser sechs Monatsgehälter auf dem Konto und ca. 500 Euro Bargeld zuhause.

Notgroschen anlegen? Nicht immer sinnvoll.

Bei dem derzeitig niedrigen Zinsniveau könnte man meinen, dass es sinnvoll wäre, das Geld zu investieren. 

Das hat aber einen entscheidenden Nachteil: je nach Anlageform ist es entweder nicht sofort verfügbar oder man verliert Geld, wenn man die Geldanlage zu einem niedrigeren Kurs oder vor Laufzeitende verkaufen muss. Der Notgroschen sollte deshalb besser auf einem Tagesgeldkonto geparkt werden. Aber auch ein Bargeldvorrat zu Hause ist sinnvoll.

Dazu einmal ein Beispiel: Stell dir vor, du legst deinen Notgroschen (ca. 6.000 Euro) an der Börse an. Anfang 2020 kam die globale Covid-Krise und die Märkte sind teilweise um über 30 Prozent abgestürzt. Plötzlich geht dein Auto kaputt und du willst einen Gebrauchtwagen für 6.000 Euro kaufen. Du kannst jedoch nur auf 4.800 Euro zurückgreifen, weil deine Wertpapiere hohe Kursverluste erlitten haben. Die restlichen 1.200 Euro musst du dir bei Familie, Freunden oder teuer bei der Hausbank zwischenfinanzieren.

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Die Wall Street in New York (USA)

Weitere Möglichkeiten zur finanziellen Absicherung

Es existieren viele weitere Möglichkeiten zur finanziellen Absicherung. Du kannst dich zusätzlich finanziell absichern, indem du zum Beispiel:

  • einen Nebenjob suchst oder dich nebenher selbstständig machst. Ein passives Einkommen macht dich zudem zeit- und ortsunabhängig.
  • Aktien oder Fonds kaufst und diese mit Fonds-Sparplänen monatlich aufstockst
  • lernst, bewusster und weniger zu konsumieren, damit du mehr Geld zum Sparen hast.
  • für dich passende Versicherungen abschließt, die deine Risiken absichern.

Notgroschen Rechner: So hoch sollten deine Rücklagen sein

Wie hoch dein Notgroschen sein sollte, hängt zum Beispiel davon ab, 

  • wie deine berufliche Situation ist.
  • ob du bei Jobverlust Anspruch auf Arbeitslosengeld hast.
  • wie schnell du wieder einen Job findest.
  • wie viele Personen in deinem Haushalt leben.
  • ob du Alleinverdiener bist.
  • wie hoch deine monatlichen Ausgaben sind.
  • wie stabil deine Gesundheit ist.
  • wie hoch deine Verbindlichkeiten sind, z. B. durch Immobilienerwerb.

Gib diese Daten einfach in den Notgroschen-Rechner von Vinlivt ein und erfahre sofort, wie hoch dein Notgroschen sein sollte. Wir empfehlen das Sechsfache deiner monatlichen Lebenshaltungskosten.

Damit hast du im Notfall ausreichend Rücklagen, um ein halbes Jahr von deinen Ersparnissen zu leben. Gerade bei einem Jobwechsel nimmt dir dieser Puffer den Stress.

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Fazit

Der verstaubt anmutende Notgroschen ist heute vielleicht wichtiger denn je. Wer etwas Geld auf der hohen Kante hat, ist entspannter und schläft besser, weil er weiß, dass er im Notfall vorübergehend abgesichert ist. 

Allerdings sollte dieses Geld wirklich nur im Notfall verwendet werden, nicht um sich lang gehegte Wünsche zu erfüllen.

Notgroschen: FAQ

Ein Vorteil der Aktienanlage ist zwar, dass du bei Verkauf der Aktien innerhalb von ein bis zwei Tagen das Geld auf deinem Konto hast, es besteht aber immer das Risiko, dass deine Aktien sich gerade auf Talfahrt befinden, wenn du das Geld dringend brauchst. Dadurch verlierst du unnötig Geld.

Entscheidend ist nicht, wieviel Geld du verdienst, sondern wie viel Geld du monatlich brauchst, um zu leben. In einer Notlage ist es wichtig, die Lebenshaltungskosten zu decken. Freizeit-Konsum oder monatliche Sparraten kannst du ohne großen Verlust vorrübergehend aussetzen.

Deine Sparrate erhöhst du am besten, indem du weniger Geld ausgibst und dadurch mehr Geld beiseite legen kannst. Gehe deine Kontoauszüge durch und kündige alles, was du nicht brauchst, bzw. was du irgendwo anders günstiger bekommst und wechsle dorthin.

Überlege dir auch, ob es wirklich das große Auto oder die große Wohnung sein muss. Schneller voran kommst Du mit einem zusätzlichen Nebenverdienst oder einer Weiterbildung, die einen Gehaltssprung ermöglicht.

 

Ein Notgroschen lohnt sich immer und für jeden. Man weiß nie, was das Leben bringt. Egal in welchem Alter und in welcher Situation du dich befindest: der Notgroschen gibt dir ein Gefühl von Sicherheit und Gelassenheit, denn du weißt, du bist finanziell auf der sicheren Seite. Das macht dich langfristig glücklicher und entspannter als ein teurer Kaufrausch.

Hi, ich bin Gabi!
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Gabi kommt vom schönen Kaiserstuhl und lebt seit 2007 in der Nähe von München. Ihre Erfahrungen ermöglichen es ihr heute, Menschen zu ermutigen, den Weg in die finanzielle Gelassenheit einzuschlagen, denn es ist leichter als gedacht. Mit dem Erfolg kommt dann auch der Spaß an der Sache.
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