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Private Altersvorsorge: 5 Möglichkeiten im Check

Unsere gesetzliche Rente sinkt von Jahr zu Jahr. Der Blick auf den aktuellen Rentenbescheid trügt leider: die dort hochgerechnete Summe mag heute ganz passabel aussehen, dabei darf man nicht vergessen, dass wir in den letzten 25 Jahren eine durchschnittliche Inflation von 2,6 % pro Jahr hatten. Diese frisst unsere Rente schleichend auf.

Wer seinen heutigen Lebensstandard auch in der Rente wenigstens annähernd aufrechterhalten will, kommt um eine private Altersvorsorge nicht herum. Deshalb ist es sehr wichtig, seine Möglichkeiten zu kennen und sich frühzeitig darum zu kümmern.

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Wie hoch sind die Rentenlücke und das Rentenniveau in Deutschland?

Die Rentenlücke berechnet sich aus der Differenz zwischen dem letzten Netto-Einkommen aus der beruflichen Tätigkeit und der danach folgenden gesetzlichen Rentenzahlung. Die Höhe der Rentenlücke ist abhängig von den Beitragsjahren und der Beitragshöhe.

Ein Arbeitnehmer, der 2022 in Rente geht, hat derzeit ein Rentenniveau von ca. 70 % des letzten Nettoeinkommens. Die Tendenz ist jedoch sinkend. Deshalb ist es wichtig, auch privat für die Rente vorzusorgen.

Gesetzliche Rentenversicherung: Leistungen im Abwärtstrend

Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland finanziert sich durch das Umlageverfahren. Das bedeutet, dass die arbeitende Bevölkerung mit ihren Rentenbeiträgen nicht für ihre eigene Rente vorsorgt, sondern das Einkommen der heutigen Rentnerinnen und Rentner finanziert.

Der staatliche Rententopf leert sich allerdings zusehends, da auf der einen Seite die Geburtenrate sinkt, zudem junge Menschen durch längere Ausbildungszeiten immer später in die Rentenkasse einzahlen.

Andererseits werden die Menschen durch den medizinischen Fortschritt immer älter und beziehen deshalb länger Rente.

Wie sinnvoll ist eine betriebliche Altersvorsorge?

Eine betriebliche Altersvorsorge ist sinnvoll, wenn

  • der Arbeitgeberanteil mindestens 20 % beträgt
  • ein passendes Modell angeboten wird
  • der Arbeitnehmer eine langfristige Zusammenarbeit plant
  • das monatliche Bruttoeinkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 7 050 € (Westdeutschland) bzw. 6 818 € (Ostdeutschland) liegt.

Doch auch dann ist Vorsicht geboten:

Der Arbeitnehmeranteil wird vom Bruttogehalt abgeführt. Dadurch wird zwar die Steuerlast gesenkt, aber auch die Berechnungsgrundlage für die gesetzliche Rente sinkt und somit die Höhe der Rente. 

Deshalb ist es sehr wichtig, die genauen Zahlen von einem Experten im Voraus prüfen zu lassen.

Für wen lohnt sich ein Riester-Vertrag?

Die Riester-Rente lohnt sich zur privaten Altersvorsorge, wenn man die Förderzulagen voll ausschöpfen kann. Dies betrifft

  • Familien mit mehreren Kindern, da für jedes Kind Zulagen gezahlt werden (vor 2008 geboren = 175 €, nach 2008 geboren = bis zu 300 €)
  • Alleinerziehende ohne eigenes Einkommen, Geringverdiener und Arbeitslose mit oder ohne Kinder. Diese Personengruppen erhalten bei Einzahlung eines sehr geringen, bzw. des Mindestbeitrags von fünf Euro im Monat die vollen Zulagen.

Kapitallebensversicherung: Aufgrund hoher Kosten nicht mehr sinnvoll

Die Kapitallebensversicherung ist ein Sparvertrag, in den man monatlich einzahlt und der zum Laufzeitende zuzüglich Zinsen ausbezahlt wird. Im Todesfall des Versicherungsnehmers zahlt sie an den Begünstigten eine festgelegte Todesfallsumme aus.

Diese Kombination von Wertzuwachs und Todesfallabsicherung ist die teuerste Variante der Lebensversicherung.

Die Verzinsung der Beitragssumme liegt derzeit bei 0,25 %, die durchschnittliche Inflation in den letzten 25 Jahren betrug 2,6 %. Somit ist diese Art der Versicherung derzeit zudem unrentabel.

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Vermögen aufbauen mit Aktien, ETFs oder Robo-Advisor

Für eine Investition in Aktien sollte man Zeit, Interesse an der Wirtschaft und etwas Risikobereitschaft mitbringen.
ETFs (Exchange Traded Funds) sind weniger aufwändig, da man keine Einzelwerte überwachen muss.
Noch einfacher geht es mit einem Robo-Advisor, der durch programmierte Algorithmen ein passendes Portfolio erstellt und verwaltet.

Generell ist eine private Altersvorsorge mit börsengehandelten Produkten historisch betrachtet die attraktivste Vorsorgelösung gewesen.

Rentenlücke frühzeitig berechnen und schließen

Je früher du deine Rentenlücke erkennst und dagegen angehst, desto niedriger sind die Beiträge, die du dafür benötigst und desto mehr profitierst du vom Zinseszins-Effekt. 

Bei Veränderungen der aktuellen Lebenssituation solltest du die Rentenlücke neu berechnen und die Maßnahmen zu deren Schließung anpassen.

Altersvorsorge: FAQ

Für jeden Monat, den du vor dem offiziellen Eintrittsalter in Rente gehst, werden dir 0,3 % pro Monat vom heute berechneten Rentenbetrag abgezogen. Eine hohe private Rentenvorsorge ab Berufseintritt ist deshalb unerlässlich, wenn du mit 40 aus dem Arbeitsleben ausscheiden willst.

In Deutschland gibt es derzeit keine gesetzliche Mindestrente. Die Höhe der Rente richtet sich ausschließlich nach den individuellen Versicherungsbeiträgen und den Beitragsjahren.

Eine Riester Rente zu kündigen lohnt sich selten, da alle Zulagen zurückgezahlt werden müssen. Alternativ kannst du die Versicherung beitragsfrei stellen oder die weiteren Einzahlungen auf den Sockelbetrag von 5 € pro Monat senken.

Wenn der steuerpflichtige Teil deiner Jahresbruttorente den Grundfreibetrag von derzeit
9 984 € (Einzelperson) bzw. 19 968 € (Verheiratete) nicht übersteigt, brauchst du keine Steuern zu bezahlen.

Der Beitragssatz liegt derzeit bei 18,6 % vom Bruttolohn. Hiervon tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils 9,3 %. Bei einem Einkommen über der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze (derzeit 66 000 € in Westdeutschland und 57 600 € in Ostdeutschland) wird diese als Rechengrundlage festgelegt, d.h. der Rentenbeitrag steigt danach nicht mehr.

Hi, ich bin Gabi!
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Gabi kommt vom schönen Kaiserstuhl und lebt seit 2007 in der Nähe von München. Ihre Erfahrungen ermöglichen es ihr heute, Menschen zu ermutigen, den Weg in die finanzielle Gelassenheit einzuschlagen, denn es ist leichter als gedacht. Mit dem Erfolg kommt dann auch der Spaß an der Sache.
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